
Der TSV TB München musste sich im nachgeholten Hinspiel gegen den SSC Freisen am Sonntag deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Vor heimischem Publikum in der Eliteschule des Sports blieb das Team insgesamt hinter den eigenen Erwartungen zurück und fand über weite Strecken nicht zu seinem gewohnten Spielrhythmus.
Trotz anhaltendem Verletzungspech standen 12 Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen. Neben der Unterstützung durch Nachwuchsspielerin Sophia Bruder feierte auch Luzie Reichart ihr Debüt in der 2. Bundesliga - ein besonderer Moment für die junge Spielerin. Dennoch gelang es der Mannschaft nicht, die Trainingsleistungen und das eigene Leistungsvermögen konstant aufs Feld zu bringen.
Der erste Durchgang ist aus Münchner Sicht schnell erzählt - und ebenso schnell abzuhaken. Von Beginn an fehlte es an Abstimmung, Klarheit und Druchschlagskraft. Kaum eine Spielerin fand ins Spiel, Annahe und Abwehr standen nicht stabil genug, im Angriff häuften sich einfache Fehler.
Freisen hingegen agierte ruhig, strukturiert und konsequent. Mit soliden Basics spielten die Gäste ihr Spiel runter. Punkt für Punkt zog der SSC davon, während München keinen Zugriff bekam. Das deutliche 10:25 spiegelte den Verlauf dieses Satzes klar wider.
Im zweiten Satz zeigte der TBM zunächst ein anderes Gesicht. Die Manschaft startete mutiger, übernahm früh die Führung und gestaltete das Spiel offen. Im Angriff gelang es nun besser, Lösungen zu finden, die Annahme stabilisierte sich und auch in der Feldabwehr war wieder mehr Präsenz zu erkennen.
Bis zur Satzmitte blieb die Partie ausgeglichen. Doch erneut schlichen sich Abstimmungsschwierigkeiten ein. Eigenfehler in entscheidenden Momenten verhinderten eine mögliche Vorentscheidung zugunsten der Gastgeberinnen. Freisen nutzte diese Phase konsequent, spielte druckvoll weiter und brachte den Satz kontrolliert mit 25:17 ins Ziel.
Der dritte Abschnitt verlief ähnlich wie der zweite, allerdings mit noch längerer Münchner Führung. Der TBM zeigte Moral, die Körpersprache verbesserte sich zeitweise und auch die Stimmung auf dem Feld war besser. Doch in der entscheidenden Phase fehlte erneut die letzte Konsequenz. Richtung Crunchtime ließ die Durchschlagskraft nach, während Freisen weiterhin konstant punktete. Einige umkämpfte Ballwechsel kippten zugunsten der Gäste, die sich schließlich mit 25:20 auch den dritten Satz und damit den 3:0-Sieg sicherten.
Unterm Strich war es nicht das Spiel, das sich der TSV TB München vorgenommen hatte. Trotz personeller Herausforderungen und positiver Ansätze in Satz zwei und drei fehlte über die gesamte Distanz die nötige Konstanz, um Freisen ernsthaft unter Druck zu setzen.
Die MVP-Auszeichnungen gingen auf Münchner Seite an Nele Sambale, bei den Gästen wurde Elina Zvaigzne geehrt.
Viel Zeit zur Analyse bleibt jedoch nicht: Bereits in der kommenden Woche steht das Rückspiel im Saarland am Sonntag an. Vorher geht es zu Hause am Freitag gegen den TSV Unterhaching ran.