
Den Moment des Erfolges haben die Spielerinnen des TB München 3 mit einem Tänzchen auf dem Spielfeld gefeiert.
Sie hatten zum Saisonauftakt mit dem SV Lohhof 2 einen der Titelaspiranten der Landesliga Südost mit 3:2 Sätzen geschlagen. Gegen den zweiten Titelanwärter, den TV Lenggries, verloren die Münchnerinnen indes in einem Fünf-Satz-Krimi den Entscheidungssatz mit 13:15 Punkten.
Gleich im ersten Satz gegen den SV Lohhof mussten sich die Gastgeberinnen einer besonderen Herausforderung stellen. Nicht der Gegner war das Problem, sondern Trainer Stefan Huber hatte sie mit einer falschen Rotation aufs Spielfeld geschickt. „Das hat uns gleich aufs Spielfeld geholt“, meinte Zuspielerin Sophia Laube. Die Münchnerinnen ließen sich ob der Extraaufgabe nicht beirren und holte den Satz mit 25:17 Punkten. Ab dem zweiten Satz entwickelte sich das Spiel zu einem Schlagabtausch der Spielsysteme. Während der TBM ein schnelles, mannschaftliches Spiel zeigte, war das Lohhofer Spiel auf ihre Diagonalspielerin zugeschnitten. München überzeugte damit im dritten Satz (25:16) und Lohhof im zweiten und vierten Abschnitt (20:25,19:25). So musste die Entscheidung im fünften Satz fallen. Die Münchnerinnen beschäftigen Lohhofs Ausnahmeangreiferin in Annahme und Abwehr, so dass dieser die Kräfte mehr und mehr schwanden. Der TBM setzte Lohhof mit starken Aufschlägen von Beginn an unter Druck, zog seine schnellen Spielzüge auf und holt sich in nur 12 Minuten den Entscheidungssatz mit 15:4 Punkten. Nach dem letzten Punkt war die Freude groß. Ohne ein wirkliches Testspiel in der Vorbereitung wusste das Team nicht, wo es überhaupt steht.
Nach der großartigen Leistung gegen Lohhof unterschätzte der TBM die Lenggrieserinnen. Diese ließen beim Einspielen nicht gerade einen überzeugenden Eindruck. Doch mit dem ersten Ballwechsel änderte sich dies. Das Lenggrieser Spiel war ebenfalls auf eine Ausnahmespielerin zugeschnitten. Als Diagonalspielerin agierte die beim TBM bekannte Sophia Heinrich. In den ersten beiden Sätzen ließen die Münchnerinnen der Beachvolleyball-Juniorinnennationalspielerin zu viel Raum. Aus einer enormen Abschlaghöhe platzierte diese den Ball nach Belieben im Feld des TBM. So gingen die Sätze mit 20:25 und 17:25 Punkten an die Gäste. Mit zunehmender Spieldauer bekam München diese Spielerin immer besser in Griff. Die Abwehr verteidigte zuweilen spektakulär Heinrichs Angriffsschläge und konterte mit schnellem Spiel über die Mittelposition. Verlief der dritte Satz noch knapp (25:21), holte sich der TBM den vierten mit 25:18 Punkten klar und erzwang den Entscheidungssatz. In diesem entwickelte sich ein Kopf an Kopf-Rennen. In der Schlussphase hatte München mit 13:12 sogar noch die Nase vorn. Doch schließlich war es das Lenggrieser Ausnahmetalent, die mit ihren Sprungaufschlägen ersten den Ausgleich erzwang und schließlich die beiden Punkte zum Sieg ihrer Mannschaft vorbereitete. Insgesamt zeigte das Landesliga-Team einen gelungenen Start in die Saison.
Gegen zwei sehr starke Gegner mit Ambitionen auf den Aufstieg in die Bayernliga hielt die Mannschaft mit ihrem Spiel mehr als dagegen und konnte drei Punkte für die Tabelle mitnehmen.





